Wir verstehen uns als eine Vereinigung von Autoren aller historischen Genres und Subgenres. Bei uns soll sich jeder wohlfühlen, der sich dem Erzählen von Geschichte und Geschichten verschrieben hat. Der antike Dichter Homer verkörpert das, was historische Erzählungen zu dem Stoff macht, der Leser begeistert. Er gilt als einer der größten Fabulierer, der die ganze Bandbreite menschlicher Tragödie, menschlichen Irrens, aber auch spannungsgeladene Handlung, Abenteuer, Mord, Neid, Gier und Missgunst, sowie Liebe und Leidenschaft in seinen Epen vereint.
Wir wollen die alte Debatte über Trivialliteratur und „ernsthafte“ Literatur, über „autonome“ und „heteronome“ Literatur – darüber, was von beidem „besser“ oder „wertvoller“ ist – beenden. Denn diese Begriffe sind genauso relativ und dem Wandel von Zeit und Normen unterworfen, wie der Literaturbegriff selbst.
Sind Shakespeares Dramen „literarisch“? Seine Zeitgenossen hätten diese Frage sicher mit einem „nein“ beantwortet. Denn diesen galt er als „hack“, als Schmierfink und Schundliterat, den Romantikern hingegen als Genie. Heute würden die meisten seine Texte wohl als „literarisch“ bezeichnen. Zu seinen Lebzeiten musste sich die Königin allerdings für einen Theaterbesuch schämen. Was nun also?
Jedes Jahr schreibt der Verein HOMER Historische Literatur e.V. den Literaturpreis Goldener HOMER aus. Eine unabhängige Jury ermittelt aus allen eingereichten Büchern die besten historischen Romane aus dem vergangenen Jahr. Im Frühjahr – üblicherweise anlässlich der Leipziger Buchmesse – veröffentlicht HOMER die shortlist der besten Bewerber um den Preis. Das Geheimnis, welcher Roman den Goldenen, Silbernen und Bronzenen HOMER gewonnen hat, wird dann mit einer festlichen Gala im Herbst gelüftet.
Unsere Mitglieder sind Autorinnen und Autoren. Willkommen in unserem Kreis sind auch Fördermitglieder, die so wie wir historische Romane lieben und sich dafür engagieren.














